
Out on the line zeigt sich schnell ein ungleichmäßiges Wärmeprofil – Randrisse beim Anlassen, optische Verzerrungen nach dem Biegen und Delaminationsrisiko bei EVA-Laminierung, wenn der Zyklus nicht stimmt. Was man nicht messen kann, lässt sich nicht beheben, und ein Standard-Pyrometer liefert nur die halbe Wahrheit. Diese Laser-Temperaturpistole ist für den Produktionseinsatz konzipiert und liefert Punktmessungen, die das thermische Feld über die Glasoberfläche abbilden.
Was unter der Haube zählt
Wir kombinieren einen Hochgeschwindigkeits-Infrarotsensor mit einem Klasse-2-Laserzieler, um spezifische Zonen auf Float-, beschichtetem oder strukturiertem Glas genau zu erfassen. Die Optik ist auf die Emissivität von Glas abgestimmt, sodass reflektierende Fehler die Messwerte auf reflektierenden Beschichtungen nicht verfälschen. Die Reaktionszeit liegt im Millisekundenbereich, sodass Sie kurzzeitige Hotspots während Aufheiz- und Haltephasen erfassen – bevor das Bauteil zum Ausschuss wird. Das Gerät liefert ein stabiles 4–20 mA Signal für die direkte Integration in PLC/SCADA und hält die Kalibrierung trotz Hitze und Staub in der täglichen Produktion stabil.
Gleichmäßiges Erwärmen trennt Ausschuss von Nacharbeit. Ist das thermische Feld homogen, konzentrieren sich Spannungen weniger an Kanten und dünnen Bereichen, wodurch Anlasbrüche sinken und das Biegen sauberere Optiken liefert. Bei der Laminierung wird die tatsächliche Oberflächentemperatur vor dem Pressvorgang verifiziert – kein Unterheizen mehr, das Hohlräume verursacht, oder Überhitzung, die die Zwischenschichten vergilbt. Beim Abdichten von Isolierglas bestätigt man konstante Perlen-Temperaturen, wodurch die Randdichtheit verbessert wird. Das Ergebnis sind weniger Ausschuss, reproduzierbare Zyklen und weniger Spekulationen bei Liniengeschwindigkeitsänderungen.
Die Installation ist unkompliziert, aber Ausrichtung ist entscheidend. Den Sensor so montieren, dass der Laserpunkt genau dort liegt, wo die Daten benötigt werden, und stark reflektierende Oberflächen meiden, sofern die Emissivitätseinstellung nicht passt. Die Linse sauber halten – Kühlsprühnebel und Beschichtungsstaub setzen sich auf dem Fenster ab und verfälschen die Messwerte. Bei dickem oder niedrig emissivem Glas die Emissivitätstabelle einmal einstellen und sperren; andernfalls misst die Temperatur zu hoch und der Prozess läuft einer falschen Zielvorgabe hinterher.